Geflügelzuchtverein Grüna e.V. -gegründet 1897-
 Geflügelzuchtverein Grüna e.V.   -gegründet 1897-

Hier veröffentlichen wir Beiträge rund um die Zucht

 

Ausstellungszeit steht an und Kalk ist wichtig    

 

Ausstellungen

 

Schon ist wieder Herbst und es ist so weit, die Zeit der Ausstellungen steht vor der Tür. Nicht nur die großen Ausstellungen wie die Junggeflügelschau Hannover, die VDT-Schau in Ulm, die Lipsia-Rassegeflügelschau

in Leipzig, sondern auch die Bezirksschauen, Kreisschauen und die vielen Vereinsschauen. Nicht zu

Wichtig ist es, dass auf den Ausstellungen auf die richtige Hygiene geachtet werden muss. Die Tiere müssen ordnungsgemäß auf die Ausstellung gebracht werden. Genügend Platz in der Transportkiste haben. Das heißt Große Tiere auch in große Behältnisse. Bei der Fahrt zur Ausstellung immer die Tiere seitlich stellen,

damit Sie beim Bremsen nicht nach vorne oder nach hinten Ruckartig stoßen.

Wer mehrere Tage auf einer Ausstellung verbringt, kann dann beobachten, wie die Erreger von Tag zu Tag überspringen. Dazwischen sieht man dann wohl Tiere, die auf Grund ihres Immunsystems noch relativ gesund wirken, aber den Erreger bringen sie bestimmt mit in ihren Bestand, wo es dann bei der nächsten Belastung zum Ausbruch, bzw. ersichtlichen Krankheit kommen kann.

Dieses Problem bei den Ausstellungen, wo so viele Tiere aus unterschiedlichen Haltungen auf engsten Raum zusammen kommen, werden wir nie ganz lösen können. Wir sollten aber versuchen, es so gering wie möglich zu halten.

Dies gelingt aber nur wenn beide, Ausstellungsleitung und Aussteller richtig handeln.

Einen ganz wichtigen Part, hat die Ausstellungsleitung.

Optimal ist gereinigtes Käfigmaterial. Rückwände an die Käfige anbringen wäre eine sinnvolle Einrichtung, damit sich die Tiere nicht gegenseitig anstecken können. Und ganz, ganz wichtig sind saubere Futter und Trinkgefäße die zur Verfügung stehen. Die Trinkgefäße müssen nach jeder Ausstellung gründlich gereinigt werden, dann erst verstauen für die nächste Saison. Erfahrungsgemäß werden die schmutzigen Trinkgefäße einfach nur in die Käfige angebracht. Hier jedoch können sich so viele Bakterien festgesetzt haben, die dann die Tiere anstecken können. Bitte darauf achten.

Für eine optimale Belüftung der Räumlichkeiten (Ausstellungshallen) sollte gesorgt werden. Die optimale Tierversorgung (Wasser und Futter) vom Einsetzen bis zum Aussetzen am Sonntag sollte gewährleistet sein.

Wenn alles eingehalten wird, ist schon eine gute Grundlage vorhanden.

Genau so einen wichtigen Part hat der Aussteller. Er ist in der Verantwortung, nur gesundes und widerstandsfähiges Geflügel vorzustellen. Tiere die schon zu Hause nicht fit sind, sollten auf keinen Fall auf eine Ausstellung gebracht werden. Wichtig ist den Tiere Pause von Ausstellung zu Ausstellung einzuräumen.

Bitte nicht zwei Wochen hintereinander ausstellen. Die Tiere Danken es Ihnen, denn nur so können Sie sich

voller Stolz präsentieren.

 

Kalk ist wichtig

 

Auch in der Zeit, in der die Hühner wieder anfangen zu legen ist es Wichtig an die richtige Versorgung zu denken. Eierlegen bedeutet für Hennen Höchstleitung. Um Höchstleistung zu vollbringen ist ein hochwertiges Futter nötig.

Was im Ei ist muss das Huhn zuvor über die Nahrung aufnehmen. Dabei muss nicht nur der Eierinhalt stimmen, sondern auch die Kalkschale des Eies. Wenn die Henne in Höchstform ist, also voll in der Blüte steht, verpackt sie alle 26 Stunden ein Ei mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen in eine Kalkschale.

Damit dies möglich ist, muss der Kalziumstoffwechsel stimmen. Nur dann kann für die Kalkschalenbildung alles optimal ablaufen.

Die Schale des Eis besteht aus zwei Gramm Kalzium. Das sind ungefähr zehn Prozent des Kalziumgehaltes der Henne. Damit die Henne die Kalkschale im Eihalter bilden kann, muss der Kalk über das Blut zu den Drüsen im Eihalter transportiert werden. Wenn die Henne in Dauerlegeleistung ist, reicht die Aufnahme des

Kalks aus der Nahrung im Darm nicht aus. Um dennoch eine solide Kalkschale produzieren zu können, setzt die Henne aus den Knochen Kalzium frei. Anschließend muss natürlich die Knochensubstanz durch über die Nahrung aufgenommenen Kalk wieder aufgebaut werden. Damit der Kalk aus dem Darm gut aufgenommen werden kann, ist Vitamin D notwendig. Ist genügend Kalzium im Blut, so kann es in den Knochen eingelagert werden. Ansonsten kann bei noch so viel Kalkpräsenz der Einbau in den Knochen nur mangelhaft funktionieren.

Damit die Grundlage für einen ordentlichen Kalkeinbau in Knochen und Ei sichergestellt ist, muss die Futtermischung mindestens 3,5 Prozent Kalzium enthalten. Besser sind fünf Prozent. Die Kalziumversorgung erfolgt durch kohlensauren Futterkalk und zerkleinerten Muschelschalen. Letzteres steht in einer extra Futterschale zur ständigen und beliebigen Aufnahme zur Verfügung. Damit ist garantiert, dass die Henne bei höherem Bedarf diesen decken kann.

Eine andere erstklassige Futterkalkquelle sind Eierschalen, die mittels Mörser zerkleinert werden. Alleidings ist zu beachten, dass die Eierschalen aus der eigenen Produktion stammen. Da in Eierschalen Krankheitskeime stecken können ist es schnell passiert, dass man sich Krankheiten in den Stall holt.

Gibt es trotz eines genügenden Angebots an Kalzium schalenlose Eier, so ist in erste Linie an eine mangelnde

Versorgung des Hühnerkörpers mit den Vitaminen D und K zu denken. Ihre Zufütterung stellt die

Ursache des Mankos meistens recht schnell ab.

 

Viel Erfolg auf den Ausstellungen wünschen

Michaela und Heike Huber

 

( Quelle Zuctwartebriefe, Verband Bayern.Veröffentlicht mit freundliche Unterstützung v. Zuchtfreund Ralf George/Text nachbearbeitet von H.Storch)

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